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Budaer Redoute

Die Geschichte der Budaer Redoute

Das Innere des Gebäudes ist durch den imposanten Vordergrund, durch die breiten Marmortreppen mit Säulen, durch die reich verzierte, geräumige Theatervorhalle und durch den herrlichen Theaterraum gekennzeichnet. Die Architekten hatten keine leichte Aufgabe, sie sollten nämlich unter ein Dach ein Theaters-, Bibliotheks-, und kulturelles Zentrum entwerfen, das alle Ansprüche des Budaer Bürgertums befriedigte. Außer den Kulturorten standen den Gästen ein Café auf dem Erdgeschosse und ein Restaurant auf dem Obergeschoss zur Verfügung. Das Gebäude wurde zwischen 1898 und 1900 im eklektischen Stil nach den Plänen von Aladár Árkay und Mór Kallina gebaut. Das relativ einfache Äußere wird durch das prächtige, im Sezessionsstil gebauete Innere kompensiert.

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Das Haus der Ungarischen Erbschaft ist im Herzen von Budapest, am Fuß der Budaer Burg, kaum 100 Meter von der Donau entfernt, im Gebäude der Budaer Redoute zu finden (I. Bezirk, Víziváros (Wasserstadt), Corvin tér (Corvin Platz) 8.). Es ist zugänglich zu Fuß die Fő Straße entlang zwischen Batthyány Platz und Clark Ádám Platz (Kettenbrücke, Budaer Brückenkopf), bzw. mit öffentlichen Verkehrsmitteln der Bus 86 von der Station: Szilágyi Dezső tér, oder mit der S-Bahn 19 von der Station: Halász utca.

Detaillierte Informationen:

Während der türkischen Herrschaft stand auf dem Ort der Budaer Redoute ein von Türken gebautes, großes Warenlager, und später ein Waffenlager. Am Anfang des 19. Jahrhunderts war hier der Budaer Trosswagenlager der militärischen Behörde zu finden, als Teil von verschiedenen Gebäuden. Nach dem Ausgleich gelang das Gebäude in die Hand der Landwehr und es funktionierte auch weiterhin als militärisches Lager. Diese Gebäude waren anspruchslose, mehrmals umgebaute und angefügte Häuser, auf Grundmauer aus dem Barock, sogar auch aus dem Mittelalter.

Am Ende des 19. Jahrhunderts tauchte der Anspruch im Kopf des rasch sich entwickelnden Bürgertums auf, eine Redoute auch im Buda bauen zu lassen. Die Bürger, die auf die Budaer Seite der Donau gelebten, besaßen zwar kulturelle Organisationen, aber sie konnten ihre Veranstaltungen nur im Großraum des schon abgebrauchten Fácán Gasthauses halten. Die Budaer Bürger haben zuerst 1892 den Zweiten Bürgermeister der Hauptstadt, Karl Gerlóczy schriftlich um einen kulturellen Palast – wie der Pester – gebeten, um ihre Treffen und Veranstaltungen irgendwo halten zu können. Dessen Verwirklichung dauerte lange, weil kein geeignetes Grundstück gefunden wurde. Im Jahre 1894 wurde das Problem endlich gelöst: die militärischen Immobilien von Budapest hat der Präsident, Sándor Wekerle der Stadt zurückgegeben. Zu dieser Zeit gelangen das Pester Neugebäude, die Budaer Zitadelle, und einige Budaer Kasernen zu der Stadt, und auch das Waffenlager, dessen Platz geeignet für den Bau der Budaer Redoute zu sein schien. Zum Dreieck Fő Straße – Corvin Platz – Iskola Straße kaufte die Hauptstadt auch die zwei Nachbargrundstücke.

1897 wurde ein öffentlicher Wettbewerb von der Generalversammlung der Hauptstadt ausgeschrieben, deren Gewinner die Arbeit von Mór Kallina und seinem Schwiegersohn, Aladár Árkay war. Die Aufgabe der Architekten war schwierig, da sie zugleich ein Theaters-, Bibliotheks-, und kulturelles Gebäude bauen sollten, das den vielfältigen Anspruch befriedigte. Schließlich lösten sie ihre Aufgabe ausgezeichnet. Zwei Jahre später nach dem ausgeschriebenen Wettbewerb begann der Bau im Frühling 1898, und beendete im nächsten Jahr im Herbst. Die Grundfläche des Gebäudes war 800 Quadratklafter. Der Bau kostete 650.000 Forint, also 1.300.000 Kronen.

Das zwischen 1898 und 1900 erhobenes Gebäude besaß zwei Stöcke, einen Innengarten und eine Bedachung mit einem Giebelfeld und einer Kuppel. Es wurde im Neorenaissancestil mit eklektischen Charakterzügen gebaut. Die Kapitelle der Fassade sind attisch ionische, die Säulen folgen dem italienischen Renaissancemuster. Auch die Tor-, und Fensterumrandung, und die Brustwehr sind aus der italienischen (römischen, florentinischen) Palastarchitektur bekannt. Die Hauptfassade war ursprünglich durch kleine Wandsäule und Pfeiler verziert.

Das Haus hatte zwei prächtige (von Corvin Platz und von Fő Straße) und eine untergeordnete (von Iskola Straße) Fassade. Das Gebäude ist nach Süden, in die Richtung des Corvin Platzes gerichtet. Einfachere Seitenteile sind zum mittleren Block angeschlossen. Auf dem ersten Stock wurden großmaßstäbige Rundbogenfenster, auf dem zweiten Stock wurden Rundfenster eingebaut. Deren Umrandung war ursprünglich verziert, ähnlich dem Barock.

Obwohl das fertige Gebäude dem Zweck entsprach, besaß es gemäß dem Anspruch seiner Zeit, um Geld zu sparen, bescheidene Verzierung. Es ist unverständlich, dass die Schaffer der Verzierungsstatuen der Fassade nirgendwo erwähnt sind. Weder die zeitgenössischen Publikationen, noch die späteren Beschreibungen erwähnen sie nicht. Dessen Grund kann sein, dass die Bildhauer nicht Ungarn waren, oder sie waren bedeutungslos. Wenn es einer der derzeitig bekannten Bildhauer (Szécsi, Szász, Marhenke) gewesen wäre, hätte er die Möglichkeit der Werbung ergriffen.  Einige Kunsthistoriker vermuten, dass die Statuen von László Kászonyi gefertigt wurden, der mit Mór Kallina arbeitete, aber er hatte weniges Talent.

Auf den alten Fotos ist es zu sehen, dass es ein Café an der Ecke der Fő Straße, und ein Restaurant an der Ecke der Iskola Straße gab. Das relativ einfache Äußere wird durch das prächtige, im Sezessionsstil gebaute Innere kompensiert. Die imposante, geräumige Vorhalle war durch Karstmarmorsäule verziert, und von hier ging eine breite Marmortreppe nach oben. Die Treppen entlang leuchteten Hunderte von Lampen; die inneren Wände waren hellgrüngemalt. Die inneren Stuckarbeite wurden von der Firma Matscheko und Schroedl geliefert. Auf dem Erdgeschoss stand ein Café, auf dem Obergeschoss stand ein Restaurant für 400 Gäste zu Verfügung. Als dessen Fortsetzung waren der Gesellschafts-, Leseraum, und drei Spielräume des Budaer Bürgerkreises.

Auf dem ersten Stock war ein 350 Quadratmeter großer Prunksaal zu finden. Der Saal, der für die Bälle absolut geeignet war, war durch 270 Glühlampe und 3 riesige Bogenlampe eingeleuchtet. An seinen Wandflächen wurden riesige Spiegel, sowie die Werke von Erik Paul: „Das Abend“ und „der Morgen“ angelegt. Zum Prunksaal wurden zwei Kleinräume von beiden Seiten angeschlossen. Auf beiden Seiten, in den Flügeln, die parallel zur Straße waren, waren weitere Kleinräume. Auf den Fluren, die sich auf den Innengarten richteten, gab es Gesellschafts-, Klub-, und Leseräume und Kartenzimmer. Auf den oberen Geschossen wurden vier Privatwohnungen ausgestaltet. Neben ihnen funktionierten der Budaer Bibliotheksverein und das Budaer Standesamt.

Das Gebäude wurde von Bürgermeister, János Halmos am 20. Januar 1900 eröffnet. Die Redoute wurde mit einem großangelegten Faschingsball eröffnet, dessen Hauptgast die Erzherzogin, Klotild war. Aus dem Anlass der Eröffnung erschienen alle prestigevollen Gesellschaftspersonen von den beiden Seiten der Donau, so überraschten die Veranstalter das Publikum mit einer herrlichen Tanzordnung. Um Mitternacht wurden die aus diesem Anlass gesammelten Kunstgegenstände ausgelost und die ganze Einnahme wurde den Budaer Armen angeboten.

Der Ballsaal wurde später in einen Theaterraum für 306 Leute umgebaut. Heute gibt es hier die Aufführungen des Ungarischen Staatlichen Folkloreensembles, das hier jährlich mehr als 120mal auftritt. Heutzutage hat das Gebäude mehrere Funktionen: in der Redoute gibt es die Ungarische Kulturinstitut und das Haus der Ungarischen Erbschaft.

Im Jahre 1997 tauchte es auf, das Gebäude als Nationales Theater umzubauen, aber es wurde nie verwirklicht.

Das Gebäude wurde 2007 renoviert. Die Arbeit war schon sehr begründet: die letzte Renovation war in der zweiten Hälfte der 1940en Jahren. Die Restaurierung der Kriegsschaden war zwar gründlich, aber das Gebäude wurde nicht im originellen Zustand rekonstruiert, sondern es wurde weit einfacher. In der ersten Phase der jetzigen Arbeiten wurde das Äußere des Gebäudes renoviert. Die Lösungen des originellen Bauplanes waren gut nachvollziehbar und recherchierbar aus dem Archiv. Das ist wesentlich, weil es keine zeitgenössischen Fotos von den untergegangenen Teilen gab, die einzige Ausnahme konnte nur die Hauptfassade des Corvin Platzes sein.

Das Ergebnis der Rekonstruktion ist schon auf das Gebäude zu sehen. Auf den Simsen stehen die verschwundenen Statuen, und über dem Giebelfeld die mythologische Statuen. Die früher vermauerten Rundfenster wurden eröffnet, so wurde das Gebäude in die Richtung des Corvin Platzes geöffneter. Die Fenster des ehemaligen Cafés und Restaurants wurden wiedergebaut. Vor dem Haupteingang gibt es wieder eine zugedeckte Auffahrt. Nach der Renovierung des Äußeren kommt die des Inneren, hoffentlich

2011 wurde das Gebäude für Kunstdenkmal erklärt.

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